Woher unsere Energie kommt

Aus diesen Quellen stammen Strom und Wärme in Baden-Württemberg.

Die Herausforderung: vom Großen ins Kleine

Im Jahr 2050 soll die Energie in Baden-Württemberg nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Bis dahin ist noch viel zu tun. Aber woher kommt unsere Energie eigentlich heute?

Das große Ganze: der Primärenergieverbrauch

Der Begriff Primärenergieverbrauch bezeichnet den Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger – also den gesamten Energieverbrauch in der Strom- und Wärmeerzeugung für Haushalte, Industrie, Verkehr sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. In Baden-Württemberg lag dieser Energieverbrauch nach vorläufigen Schätzungen im Jahr 2018 um 1,1 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 1.408 PJ (Petajoule) Primärenergie im Land verbraucht. Die erneuerbaren Energieträger erreichten dabei mit einem Anteil von 13,7  % einen neuen Höchststand. Der Beitrag der Kernenergie stieg deutlich um 12,5 % und lag bei 226 PJ: Der Block Philippsburg 2 hat nach Stillstand wegen Revisions- und Instandsetzungsarbeiten im Jahr 2018 wieder deutlich mehr Strom erzeugt. Der Beitrag fossiler Brennstoffe sank um 3,7 %, Stromimporte gingen im Vergleich zum Vorjahr um 15,9 % zurück. 

Infografik zum Primärenergieverbrauch
Die Anteile der erneuerbaren Energiequellen am Primärenergiebedarf in Baden-Württemberg im Jahr 2018.

Das wurde produziert: die Bruttostromerzeugung

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist nach vorläufigen Schätzungen im Jahr 2018 um 0,9 TWh (Terrawattstunden) gewachsen. Insgesamt leisteten die erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg im Jahr 2018 einen Beitrag von 17,2 TWh beziehungsweise 27,7 % zur Stromerzeugung. Die wichtigste regenerative Quelle in der Stromerzeugung war wie in den Vorjahren die Photovoltaik (9,2 % der Stromerzeugung). Hier gab es mit 0,5 TWh auch den stärksten Zuwachs. Mit Neuinstallationen von rund 300 MW wurde der höchste Zubau der vergangenen fünf Jahre erreicht.

Wie in den Vorjahren liegt die Wasserkraft auf Platz zwei (7,3 %), gefolgt von der Windenergie (3,7 %). Die Neuinstallationen im Bereich der Windenergie waren nach hohen Zubauraten von jeweils über 300 MW in den Jahren 2016 und 2017 mit 115 MW im Jahr 2018 rückläufig.

Infografik zur Bruttostromerzeugung
Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg.

Das wurde genutzt: der Endenergieverbrauch 

Insgesamt ist der Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg im Jahr 2018 gesunken. Nach vorläufigen Schätzungen nahm er um gut 3,2 % ab und beträgt 282 TWh. Aufgrund des Rückgangs des gesamten Endenergieverbrauchs stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien auf 15,0 % im Jahr 2018. Beim Endenergieverbrauch zur Wärmebereitstellung liegt der Anteil der erneuerbaren Energien bei 16,2 %. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor liegt bei 4,8 %.


Noch mal in Kürze

Der Anteil der Erneuerbaren wächst – sowohl in der Strom- als auch in der Wärmebereitstellung. Trotzdem sind noch große Schritte nötig, um eine vollständige Umstellung auf regenerative Quellen in die Tat umzusetzen.

 

Quelle: 
Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018

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